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Forscher des Nationalen Instituts für Raumforschung in Sao Paulo fanden heraus, dass in Brasilien neben dem Starkblitz, auch der so genannte „Sekundenblitz” auftritt. Im Gegensatz zum Starkblitz, der ca. eine Millisekunde lang dauert, hält dieser bis zu einer halben Sekunde an. Weiterhin beträgt die Ladung des Sekundenblitzes gerade einmal 100 bis 200 Ampere, wogegen beim Starkblitz eine Ladung von 20.000 bis sogar 100.000 Ampere gemessen wird. Bereits seit zwei Jahren sind die Forscher dem Sekundenblitz auf der Spur und seit Anfang 2009 setzen sie ein ausgefeiltes System zur weiteren Erforschung ein.
Dieses System besteht aus Messungen mit Hochgeschwindigkeitskameras, der nationalen Blitzdatenbank (die für die Verzeichnung der Blitzeinschläge zuständig ist) und niedrigfrequenten Elektronensensoren zur Blitzmessung. Die Forscher fanden bereits heraus, dass es vor allem im Süden des Landes vermehrt zu Blitzeinschlägen kommt und dass diese häufig an der gleichen Stelle einschlagen. Bei diesen Einschlägen handelt es sich oftmals um Sekundenblitze.
Trotz seiner relativ schwachen Ladung ist ein Sekundenblitz nicht harmloser als ein stärker geladener Blitz. Er kann trotzdem ganze Telekommunikationsnetzwerke und Stromnetze zerstören.
Es gibt noch viel zu erforschen rund um den Sekundenblitz und in Brasilien bestehen die besten Voraussetzungen dafür. Weltweit schlagen hier aufgrund der Größe und der tropischen Lage die meisten Blitze ein, nämlich zwischen 50 und 60 Millionen pro Jahr.
Leider sind hierbei auch einige Todesopfer zu verzeichnen. Jedes Jahr sterben in Brasilien zwischen 80 und 120 Menschen aufgrund eines Blitzeinschlags. In den USA sind es zwischen 60 und 80, in Deutschland zwischen drei und zehn Menschen.

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